Workation

Wo wir in Zukunft arbeiten

Workation und Retreats
Die Arbeitswelt verändert sich. Die digitalen Wissensarbeiter sind auf dem Vormarsch. Mit ihnen verändert sich die Art und Weise wie und vor allem wo wir arbeiten. Seit Corona ist die Präsenzpflicht im Büro obsolet geworden und das Homeoffice gesellschaftlich etabliert. Die Digitalisierung verstärkt das ortsunabhängige Arbeiten und fördert die Selbständigkeit. Gleichzeitig überprüfen Firmen die Fixkosten von Büroflächen und Mitarbeitern. Ein neuer Work-Lifestyle mit flexibleren Arbeitsformen und Arbeitnehmern wird unsere Zukunft prägen. Eine ganze Generation erhält dadurch mehr Freiheiten und diese wollen genutzt sein. «Also, wieso nicht dort arbeiten, wo nach Feierabend das Surfbrett wartet?» Wo Arbeit und Urlaub verschmelzen. «Willkommen zur Workation!» 

Workation – wer macht denn sowas? 
«Immer mehr Menschen», behaupte ich. Aus mehreren Gründen. Es gibt immer mehr Remote Arbeiter. Gemäss einer Studie waren es im Jahr 2019 in den USA satte 41 Mio. Menschen, wovon sich 7.3 Mio. als digitale Nomaden bezeichnen. Vom Tourismus stark abhängige Staaten wie Mauritius, Barbados oder auch Georgien haben spezielle Visas für ganzjährige Arbeitsaufenthalte eingeführt. Bewusst zur Förderung dieser neuen Zielgruppe. Und nicht zuletzt sind die Argumente für eine Workation vielseitig und überzeugend: Persönliche Inspiration und Weiterentwicklung, Austausch mit kulturell unterschiedlichen Leuten, die Reissleine ziehen vor der drohenden Überarbeitung, dem Winter bei uns in Europa entfliehen oder als Firma den Teamgeist bei einem Retreat stärken. Und gleichzeitig vom tieferen Preisniveau und einem günstigen Feierabend-Bier am Strand profitieren. Diese Aufzählung könnte noch beliebig erweitert und auf verschiedene Personas adaptiert werden. Entscheidend ist der Fakt, dass es in Zukunft immer mehr Menschen möglich sein wird, dort zu arbeiten, wo sie möchten. Für eine Woche. Für einen Monat. Für ein halbes Jahr. Ohne dabei die vertraute Basis und Arbeit im Heimatland aufgeben zu müssen.

Neue Arbeitsorte entstehen
War dieses ortsunabhängige Arbeiten zunächst nur digitalen Nomaden in Coworking Spaces vorbehalten, erreicht der Trend nun eine weitere Gesellschaftsschicht. Als moderner Arbeitgeber für die Generation Y, der in einem inspirierenden Umfeld die Selbstreflexion seiner Mitarbeiter über bestehende Produkte, Strategien, Prozesse oder andere gängige Muster fördert, folgen auch grössere Firmen dem Beispiel. Nebst Coworking Spaces werden bestehende touristische Infrastrukturen auf das neue Angebot ausgerichtet. Die Hotelindustrie öffnet ihre Türen für die neuen Ferienarbeiter. In Europa sind es Städte wie Lissabon und Las Palmas die mit mediterranem Flair und ganzjährigem Sonnenschein locken und sich als Hotspots der neuen Arbeitskultur etablieren. Hereinspaziert ins Büro der Zukunft!

Workation als neues Angebot der Hotellerie und Reiseindustrie
Diese gesellschaftliche Entwicklung birgt neue Chancen für Reisedestinationen und den Tourismus im Allgemeinen. Nicht nur an klassischen Strandbuchten, sondern auch in Städten. Wächst hier eine neue Zielgruppe von Ferienreisenden und Ferienangeboten heran? Bringt sie die nötige zusätzliche Auslastung für Flieger und Hotellerie? Wie gelingt der Aufbau des neuen Tourismusangebots? Reicht ein Arbeitsplatz mit schnellem Internet in einem Hotelzimmer? Wenn ein solches Angebot langfristig und aussichtsreich am Markt positioniert werden soll, braucht es sicherlich mehr. Eine Workation lebt von den Menschen, der persönlichen Betreuung, der Vernetzung und auch von Veranstaltungen vor Ort. Es lebt von der Community. Das Angebot braucht eine Seele. Dies aufzubauen braucht Zeit und eine seriöses Business Development. Vermarktungskampagne inklusive!

Möchten Sie mehr über das Thema Workation und Coworking als Business Case erfahren? Dann nehmen Sie Kontakt mit mir auf: at@buerotroxler.ch 

Oder auch im Zusammenhang mit der Entwicklung einer möglichen Onlline-Plattform: www.workation.ch

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